MalerAkte
Berufsgenossenschaft

DGUV-I 8629 — Hautschutz im Maler-/Lackiererhandwerk

Die DGUV Information 8629 der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) ist die Praxis-Leitlinie fuer Hautschutz im Maler-/Lackiererhandwerk. Sie konkretisiert die Pflichten aus GefStoffV und ArbSchG mit Hautschutz-Plan, PSA-Auswahl und Doku-Anforderungen.

Was ist die DGUV Information 8629?

DGUV Informationen sind verbindliche Praxis-Leitlinien der gesetzlichen Unfallversicherung. DGUV-I 8629 (frueher BGI 8629) gilt speziell fuer das Maler-/Lackiererhandwerk — von der Berufsgenossenschaft erlassen, fuer alle Mitgliedsbetriebe einschlaegig.

Geltungsbereich: alle Hauttaetigkeiten mit Maler-Materialien (Farben, Lacke, Beizen, Verduenner, Loesemittel, Korrosionsschutz, Reinigungsprodukte). Inhalt: Hautschutz-Plan, Auswahl der Schutzhandschuhe, Hautreinigung, Hautpflege, Unterweisungs-Pflicht.

Hautschutz-Plan erstellen (Drei-Saeulen-Prinzip)

DGUV-I 8629 setzt auf das Drei-Saeulen-Prinzip: Schutz, Reinigung, Pflege. Ein Hautschutz-Plan dokumentiert pro Taetigkeit (z.B. Streichen mit Loesemittel-Lack, Spachteln mit 2K-Material, Beizen) welche Hautschutzmittel, Reinigungsmittel und Pflegemittel anzuwenden sind.

  • Saeule 1 — Schutz: Schutzcreme oder Schutzhandschuh VOR der Taetigkeit
  • Saeule 2 — Reinigung: Hautschonende Reinigung NACH der Taetigkeit
  • Saeule 3 — Pflege: Pflegecreme zur Regeneration der Hautbarriere

Handschuh-Auswahl pro Taetigkeit

Schutzhandschuhe sind nach Material auszuwaehlen — kein 'Universal-Handschuh' deckt alle Maler-Stoffe ab. Vorgaben aus DIN EN ISO 374:

  • Loesemittel-haltige Lacke / Verduenner: Nitril (NBR) oder Butylkautschuk, Dicke > 0,5 mm
  • Wasserbasierte Farben: Latex oder Nitril, Standard-Dicke
  • Beizen (alkalisch / sauer): Nitril verstaerkt, Schutzklasse II
  • Loesemittel-Reinigung: Butylkautschuk oder Viton
  • Mechanische Schutzaspekte (Aufmass, Spachtel): Schnittschutz-Handschuhe

PSA-Beschaffung und Lager-Verwaltung

DGUV verlangt, dass Schutzhandschuhe bedarfsgerecht zur Verfuegung stehen. Praktisch heisst das: Lager-Mindestbestand pro Material-Typ, Tracking der Lager-Bewegung, Erneuerung beim Erreichen des Mindest-Bestands.

Die DGUV-konforme Praxis: pro Mitarbeiter ein PSA-Konto mit Ausgaben-Historie. Bei Pruefung durch BG kann der Betrieb nachweisen, dass jeder Mitarbeiter passende Schutzhandschuhe in ausreichender Anzahl erhalten hat.

Doku-Pflichten Berufsgenossenschaft

Pro Mitarbeiter wird eine Hautschutz-Akte gefuehrt: Hautschutz-Plan (welche Mittel fuer welche Taetigkeit), Unterweisungs-Doku (jaehrlich), PSA-Ausgaben-Historie, ggf. arbeitsmedizinische Vorsorge (G 24 bei Feuchtarbeit).

Bei der Pruefung durch die BG werden Stichproben gezogen — wer keine Akte fuehrt, riskiert Sanktionen und Beitragsmehrkosten ueber den Beitragsausgleich.

Wie MalerAkte hilft

Wie MalerAkte den Hautschutz-Plan und PSA-Lager im Griff hat

Pro Mitarbeiter eine Hautschutz-Akte mit Plan, Unterweisungs-Doku und PSA-Ausgaben-Historie. Beim Auftrags-Start zeigt MalerAkte automatisch die passenden Hautschutzmittel fuer die geplanten Materialien.

  • Hautschutz-Plan pro Taetigkeit (loesemittel-haltig, wasserbasiert, alkalisch, sauer)
  • Handschuh-Empfehlung automatisch aus Material-Liste
  • PSA-Lager mit Mindestbestand-Tracking und Erinnerung
  • PSA-Ausgaben-Historie pro Mitarbeiter (BG-Audit-tauglich)
  • Jaehrliche Unterweisungs-Erinnerung mit Vorlage
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